{"id":1215,"date":"2014-02-24T18:19:10","date_gmt":"2014-02-24T16:19:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.4blutgruppen.de\/?p=1215"},"modified":"2014-03-16T10:41:50","modified_gmt":"2014-03-16T08:41:50","slug":"typ-a-schilddruese-und-soja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.4blutgruppen.de\/?p=1215","title":{"rendered":"Typ A, Schilddr\u00fcse und Soja"},"content":{"rendered":"<p><strong>Dr. D&#8217;Adamo beantwortet Fragen zur Blutgruppenern\u00e4hrung und Di\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Frage:<br \/>\n<\/strong><\/span>Ich bin A und habe eine Schilddr\u00fcsenunterfunktion. Sie erkl\u00e4ren, dass Soja ausgezeichnet f\u00fcr A geeignet ist, aber, ich habe viel dar\u00fcber gelesen und nachgeforscht und die meisten Bezugsquellen sagen aus, dass ich Soja bei Schilddr\u00fcsenunterfunktion vermeiden sollte. Haben Sie irgendwelche Vorschl\u00e4ge wie ich Proteine und Vitamine erhalten kann ohne Soja zu verwenden?<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Antwort:<\/span><\/strong><\/p>\n<p>In einer neuen Erwiderung auf viele der \u00fcbernommenen Vorw\u00fcrfe \u00fcber die Auswirkungen von Soja auf die Schilddr\u00fcse hat Clare Hasler, Ph.D., einer der weltweiten Experten \u00fcber Soja und menschliche Ern\u00e4hrung, folgendes zu sagen:<\/p>\n<p>Es gibt keinen \u00fcberzeugenden Beweis, dass Sojaprotein eine nachteilige Auswirkung auf die Schilddr\u00fcsenfunktion hat, und besonders bei einem moderaten Verbrauch (25 Gramm) wird das Risiko auf Herzinfarkt geringer.<\/p>\n<p>Es gibt Beweise, dass Tiere denen gro\u00dfe Mengen Sojaprotein verabreicht wurden (z.B. 40%) einen Kropf entwickeln, besonders in Kombination mit einer an Jod unzul\u00e4nglichen Ern\u00e4hrung (Kimura et al., 1976; Filisetti und Lajolo, 1981). Der Mechanismus f\u00fcr diesen Effekt kann durch die Tatsache erkl\u00e4rt werden dass die Hauptisoflavone im Sojabohnen\u00f6l, Genistein und Daidzein, gezeigt haben, dass sie die Schilddr\u00fcsen-Peroxydase (Divi et al., 1997) und 5&#8242; &#8211; Deiodinase (Cody et al., 1989) hemmen, zwei Schl\u00fcsselenzyme die in die Schilddr\u00fcsenhormonbiosynthese einbezogen sind. Die Hemmung dieser Enzyme ergibt ein verringertes Level zirkulierender Schilddr\u00fcsenhormone (z.B. T4 und T3) die zu erh\u00f6hten Absonderung des die Schilddr\u00fcse anregenden Hormone (TSH) bei der vorderen Hypophyse f\u00fchrt. Dieser erh\u00f6hte Level von TSH bietet eine Wachstumsanregung f\u00fcr die Schilddr\u00fcse, mit dem Ergebnis eines Kropfes. Es muss jedoch hervorgehoben werden dass dieses nur mit gro\u00dfen Mengen Sojaisoflavonen in der Ern\u00e4hrung auftritt und\/oder wenn die Ern\u00e4hrung gering an Jod ist. Au\u00dferdem sind Sojaisoflavone nicht die einzigen di\u00e4tetischen Flavonoide, die die Schilddr\u00fcsen-Peroxydase hemmen k\u00f6nnen. Eine Vielzahl anderer Flavonoide hat gezeigt, dass auch diese sehr potent sind bei der Hemmung der Aktivit\u00e4t dieses Enzyms, einschlie\u00dflich Kaempferol, Naringenin und Quercetin (Divi und Doerge, 1996). Solche Flavonoide sind weit verbreitet in Pflanzen-verarbeiteten Nahrungsmitteln und werden t\u00e4glich in einem verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Level von Vegetariern oder Fast-Vegetariern konsumiert (evtl. bis 1 Gramm oder mehr pro Tag) und dennoch ist bei diesen Menschen kein bedeutend h\u00f6heres Vorkommen eines Kropfes. Das Vorkommen eines Kropfes ist auch bei Kindern berichtet worden, denen Soja als einzige Nahrungsquelle gedient (Hydovitz, 1960). Jedoch ist diese Situation mit der der Erwachsenen kaum vergleichbar die Sojaprotein in gem\u00e4\u00dfigten Mengen konsumieren um den LDL Cholesterinspiegel zu senken.<\/p>\n<p>Zusammenfassend kann man sagen, dass Sojaprodukte in asiatischen L\u00e4ndern hunderte von Jahren konsumiert wurden ohne dass ein bedeutendes Vorkommen eines Kropfes in dieser Bev\u00f6lkerung aufgetreten ist. Ein Kropf liegt haupts\u00e4chlich an einem Mangel an Jod und nicht im Verbrauch gem\u00e4\u00dfigter Mengen von Sojaprotein das in einer soliden Ern\u00e4hrung mit einbezogen wird. Dass bei Erwachsenen die t\u00e4glich 25 Gramm Sojaprotein zu sich nehmen weil sie einem Herzinfarkt vorbeugen wollen, ein Kropf auftreten w\u00fcrde, ist albern.<\/p>\n<p>Im Wesentlichen ist es so, wenn Sie nicht mehr als 40% Ihres K\u00f6rpergewichtes t\u00e4glich an Sojaprotein konsumieren, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: https:\/\/www.dadamo.com\/B2blogs\/blogs\/index.php?blog=27&amp;paged=3<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weitere Quellen:<\/p>\n<p>Cody V, Koehrle J and Hesch RD. Structure-activity relationships of flavonoids as inhibitors of iodothyronine deiodinase. In: Environmental Goitrogenesis, Gaitan, E. (ed), pp. 57-69, CRC Press, Boca Raton, FL, 1989.<\/p>\n<p>Divi RL, Chang HC and Doerge DR. Anti-thyroid isoflavones from soybean. Biochem. Pharmacol 54:1087-1096, 1997.<\/p>\n<p>Divi RL and Doerge DR. Inhibition of thyroid peroxidase by dietary flavonoids. Chem. Res. Toxicol. 9:16-23, 1996.<\/p>\n<p>Filisetti TM and Lajolo FM. Effect of the ingestion of soybean fractions, raw or autoclaved, on the rat thyroid. Arch. Latinoam. Nutr. 31:287-302, 1981.<\/p>\n<p>Hydovitz JD. Occurrence of goiter in an infant on a soy diet. N Engl. J. Med. 262:351-353, 1960.<\/p>\n<p>Kimura S, Suwa J, Ito B and Sato H. Development of malignant goiter by defatted soybean with iodine-free diet in rats. Gann 67:763-765, 1976.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. D&#8217;Adamo beantwortet Fragen zur Blutgruppenern\u00e4hrung und Di\u00e4t Frage: Ich bin A und habe eine Schilddr\u00fcsenunterfunktion. 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